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Perspektivwechsel - ein anderer Blickwinkel PDF Drucken E-Mail

 

Liebe Kolpingschwestern, liebe Kolpingbrüder, liebe Besucher unserer Homepage,

zu Beginn des neuen Jahres wünsche ich euch alles Gute, Gesundheit und die christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung, Liebe.

Unsere Gesellschaft, die geprägt ist von Wissenschaft, Technik, Forschung und wirtschaftlichen Erfolg, braucht aber auch ein weiteres Gesicht. Jede Rationalität (Vernünftigkeit) braucht ihre Ergänzung durch eine Kultur der Zuwendung, die in den christlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe zum Ausdruck kommen.

Unser Gründer, der katholische Priester Adolph Kolping, sprach immer von einem „zweifachen Glauben“: Den an die Menschen und den an Gott.

Wo dieser Glaube fehlt regieren Hass, Gewalt und Neid.

Zu jeder Zeit ist es notwendig, darauf mutige Antworten zu geben.

Das ist allerdings oft schwer, weil wir alle Kinder unserer Zeit sind. Wie in der Gesellschaft, so liegen auch auf unseren Gedanken oft Pessimismus, Zweifel und Angst.

 

Finden wir uns vielleicht in dem nachfolgenden Text wieder?

 

Unser Kolpingwerk ist Ort von Kirche und gelebtem Christsein.

Nein, Tatsache ist, dass Gott hier nicht mehr wohnt.

Ich glaube nicht, dass Freude möglich ist, dass es sich in Gemeinschaft besser lebt, dass wir einander lieben sollen.

Die Wahrheit ist, dass die Kolpingsfamilien keine Zukunft haben.

Ich weigere mich zu glauben, dass wir Teil von etwas sind, das über uns selbst hinaus reicht und dass wir verändert wurden, um zu verändern.

Es ist doch klar, dass Armut zu übermächtig ist, dass Rassismus nicht zu überwinden ist, dass das Böse niemals zu besiegen sein wird.

Ich kann unmöglich glauben, dass Dinge sich in Zukunft zum Besseren wenden, dass jeder Mensch seine Würde hat.

Es wird sich herausstellen, dass Gott nicht helfen kann, und du liegst falsch, wenn du glaubst, Gott kann.

Ich bin davon überzeugt: man kann Dinge nicht verändern. Es wäre eine Lüge, würde ich sagen: Christus ist Gottes Antlitz in der Welt.

 

Solches reden und denken ist pessimistisch, hoffnungslos und mutlos.

 

Liest man den gleichen Text vom Ende her, also aus einem anderen Blickwinkel, ergeben sich Hoffnung und Mut.

 

Christus ist Gottes Antlitz in der Welt. Es wäre eine Lüge, würde ich sagen: man kann Dinge nicht verändern.

Ich bin davon überzeugt: Gott kann.

Und du liegst falsch, wenn du glaubst, dass Gott nicht helfen kann.

Es wird sich herausstellen, dass jeder Mensch seine Würde hat, dass Dinge sich in der Zukunft zum besseren wenden.

Ich kann unmöglich glauben, dass das Böse niemals zu besiegen sein wird, dass Rassismus nicht zu überwinden ist, dass Armut zu übermächtig ist.

Es ist doch ganz klar, dass wir verändert wurden, um zu verändern und dass wir Teil von etwas sind, das über uns selbst hinausreicht.

Ich weigere mich zu glauben, dass die Kolpingsfamilien keine Zukunft haben.

Die Wahrheit ist, dass wir einander lieben sollen, dass es sich in Gemeinschaft besser lebt, dass Freude möglich ist.

Ich glaube nicht, dass Gott hier nicht mehr wohnt.

Nein, Tatsache ist, unser Kolpingwerk ist Ort von Kirche und gelebtem Christ-sein.

Mit bestem Gruß

 

Robert Frenzl, Vorsitzender

 

 

 

 

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